Nach Ansicht von Experten können Pflanzen unter günstigen Bedingungen länger leben.
Einige Pflanzen können hunderte und sogar tausende von Jahren alt werden / Foto depositphotos.com
Wir wissen viel über die menschliche Alterung und haben sogar eine Vorstellung davon, wie man diesen Prozess verlangsamen kann. Viele Menschen fragen sich jedoch, wie dies bei Pflanzen geschieht und ob sie einfach an Altersschwäche sterben können, schreibt IFLScience.
Wenn Sie im Garten gearbeitet haben, wissen Sie, dass Pflanzen sterben. Zu den Ursachen gehören zu viel oder zu wenig Wasser, zu wenig Licht, Nährstoffmangel, Parasiten und Krankheiten. Umweltfaktoren tragen dazu bei, die Langlebigkeit einer Pflanze zu verstehen, aber auch die Genetik spielt eine wichtige Rolle.
Wenn die Bedingungen günstig sind, können Pflanzen länger leben, sterben aber trotzdem an Altersschwäche. Selbst die ältesten Bäume der Welt sind nicht unsterblich und werden mit der Zeit verfallen, auch wenn der Mensch das kaum bemerkt.
„Sie leben so lange, weil sie über viele Mechanismen verfügen, die einen Großteil des altersbedingten Verschleißes verringern […] [Но] aber sie haben auch Grenzen. Es gibt physikalische und mechanische Beschränkungen, die ihre Fähigkeit, unbegrenzt zu leben, einschränken“, erklärte der Pflanzenbiologe Sergi Munne-Bosch in einer Erklärung von 2020.
Experten zufolge hängt ihre Lebensdauer von der jeweiligen Pflanzenart ab, so dass manche Pflanzen Tausende von Jahren leben können, während andere nur leben, um Samen zu bilden und zu blühen.
„Pflanzen lassen sich anhand ihrer Lebensdauer in drei Gruppen einteilen: Einjährige, zweijährige und mehrjährige Pflanzen. Einjährige Pflanzen wachsen, produzieren Samen und sterben innerhalb eines Jahres ab, während zweijährige Pflanzen zwei Wachstumsperioden überdauern. Pflanzen, die länger leben, nennt man Stauden“, heißt es in dem Material, das sich auf Daten der Royal Horticultural Society beruft.
Es wird darauf hingewiesen, dass im Lebenszyklus jeder Pflanze zwei Stadien zu unterscheiden sind – das Jugend- und das Erwachsenenstadium, deren Dauer bei den verschiedenen Arten unterschiedlich ist. Insbesondere wachsen die Jungpflanzen ohne Blätter und blühen nicht, während die erwachsenen Pflanzen blühen können.
„Die Lebensspanne von Pflanzen ist sehr unterschiedlich; einige Bäume beispielsweise erreichen im Vergleich zu Tieren eine scheinbare Unsterblichkeit. Einer der Hauptunterschiede zwischen Pflanzen ist, dass ihre Wachstumszonen, Meristeme genannt, ewig jung und erneuerbar zu sein scheinen“, schrieb C. Claiborne Ray in der Kolumne „The New York Times Science Q&A“ 2018.
Meristeme sind bekanntlich Bereiche von unspezialisierten Zellen in Pflanzen, die zur Zellteilung fähig sind. Sie verfügen über Stammzellen mit dem Potenzial, sich in jede Art von spezialisierten Zellen zu verwandeln, was bedeutet, dass sie sich regenerieren und bei Bedarf Teile der Pflanze nachwachsen lassen können.
„Ein Zweig eines Baumes kann absterben und an anderer Stelle ein neuer Trieb erscheinen. Die Wurzeln wachsen während des gesamten Lebens der Pflanze weiter“, fügte Claiborne Ray hinzu.
Alle Pflanzen wiederum, egal wie gut sie gepflegt werden oder wie sehr sie genetisch auf ein langes Leben ausgelegt sind, sterben irgendwann aufgrund der Alterung. Wenn Pflanzen altern, verlangsamt sich ihre Zellteilung und kommt schließlich zum Stillstand, so dass sie sich nicht mehr regenerieren können.
„Mehrere Faktoren können die Seneszenz beeinflussen. Zum Beispiel können Pflanzenhormone oder Wachstumsregulatoren die Seneszenz fördern oder hemmen. Das Gleichgewicht dieser Hormone kann durch jahreszeitliche und umweltbedingte Faktoren beeinflusst werden, die biochemische Verschiebungen in der Pflanze verursachen“, heißt es in dem Papier.
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Erfahrene Gärtner haben uns schon früher erzählt, welche Pflanzen Kaffeesatz mögen. Experten zufolge versorgt Kaffee die Pflanze mit wichtigen Mineralien, erhält die Bodenstruktur, wehrt Schädlinge ab und hat weitere Vorteile.
Der Experte erklärte auch, was zu tun ist, damit das „weibliche Glück“ blüht. Er wies darauf hin, dass Spathiphyllum eine „Ruhephase“ braucht, nach der die Blüte durch bestimmte Bedingungen ausgelöst wird, z. B. durch eine Erhöhung der Lichtmenge.

